Neuaufnahme in die Datenbank

Grundsätzlich kann jeder Dichtungshersteller seine Dichtungskennwerte in dieser Datenbank veröffentlichen. Grundvoraussetzungen hierfür sind jedoch:


  1. Es ist ein ausreichender Datensatz nach EN 13555 pro Dichtungstyp zur Verfügung zu stellen. Weitere Zulassungen, z.B. TA Luft usw. sind wünschenswert. Eine Doppelprüfung ist in jedem Fall vom Hersteller der Dichtung nachzuweisen, da diese zwingend in der EN 13555 verlangt wird. Diese kann auch von zwei Herstellern nachgewiesen werden, wenn beide Hersteller dies wünschen. Das dient der Reduzierung der Prüfkosten. Datenblatt-Generator herunterladen
  2. Beruht der komplette Datensatz (nach Punkt 1.) auf Prüfungen einer allgemein anerkannten Prüfstelle, z.B. Firma Amtec, GAIST, Cetim, MPA Stuttgart oder FH Münster, werden die Daten ohne weitere Prüfung anerkannt.
  3. Es werden die Mittelwerte aus der durchgeführten Doppelprüfung in die Datenblätter eingetragen.
  4. Kommen die Daten oder Teile davon aus firmeneigenen Prüflaboren wird grundsätzlich eine stichprobenartige Prüfung an der FH Münster durchgeführt. Der FH Münster ist es vorbehalten, welche Prüfung sie auswählt. Ist das Prüfergebnis im zu erwartenden Toleranzbereich, wird der komplette Datensatz anerkannt, siehe Anmerkung. Zur stichprobenartigen Prüfung müssen fünf Prüfmuster beigestellt werden.
  5. Einverständniserklärung, dass der Dichtungstyp namentlich in der Datenbank genannt werden darf. Einverständniserklärung anzeigen
  6. Die Dichtungsdaten des Herstellers werden von der FH Münster einheitlich formatiert und diesem zur Freigabe zugesandt. Erst nachdem der Hersteller die Daten schriftlich freigegeben bzw. bestätigt hat, werden diese freigeschaltet.

Formloser Antrag zur Aufnahme in die Dichtungsdatenbank an:

info@gasketdata.org

Anmerkung zu Punkt 4:

Sollten bei der stichprobenartigen Prüfung deutliche Abweichungen festgestellt werden, ist wie folgt zu verfahren:

 

  1. Die FH Münster legt fest, was eine „zu große Abweichung“ ist. Momentan liegt keine gesicherte Datenbasis vor, die es erlaubt, genaue Streubänder für jeden einzelnen Kennwert vorzugeben. Eine Ausnahme bildet der TA Luft Versuch. Der diesbezügliche Round Robin Test, initiiert durch die BASF, zeigt, dass abweichende Messwerte bis zu einer Zehnerpotenz im Rahmen der zu erwartenden Abweichungen liegen. Bei abweichenden Werten suchen
  2. der Hersteller und die FH Münster gemeinsam nach der Ursache der Abweichung. Wird diese nicht gefunden, wird
  3. eine zweite, neutrale Stelle (z.B. Amtec, GAIST, MPA, TÜV, Cetim) hinzugezogen und eine weitere Prüfung durchgeführt. Ist die dritte Prüfung einer der beiden anderen ähnlich, werden die Werte in die Datenbank übernommen. Gibt es auch hier keine Übereinstimmung, entscheidet
  4. die FH Münster, ob der Dichtungstyp in die Datenbank mit aufgenommen wird oder nicht.